Bullet Journal - Höchste Produktivität bei höchster Flexibilität

 

Der Begriff "Bullet Journal" wurde von Ryder Carroll geprägt, der als Gründer dieses Agenda Systems gilt. Vereinfacht ausgedrückt ist ein Bullet Journal ein Buch, dass Notizbuch, Terminplaner, Tagebuch und To-do Liste miteinander kombiniert. Wenn man will, kann es sogar als Kritzel-, Koch-, Gedichte- oder Skizzenbuch genutzt werden - einfach für alles was das Herz begehrt!

 

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Bei all den unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten eines Bullet Journals fragt man sich natürlich wie so ein "Alleskönnerbuch" ausschaut und wo man diesen kaufen kann. Und jetzt wird's interessant! Denn ich wette, dass ihr alle sicher schon ein Bujo irgendwo zu Hause herumliegen habt! Ja, ihr habt richtig verstanden: Denn, um ein Bujo zu beginnen, braucht ihr nichts anderes als ein leeres Notizbuch und einen Stift!

 

 

Das, was ein normales Notizbuch von einem Bujo unterscheidet ist lediglich das System. Während ein Notizbuch bisher für die Notizen gebraucht wurde und ein Tagebuch für die Gedanken und ein Terminplaner für die Termine usw., verpackt das Bullet Journal System das Ganze in einem einzigen (Notiz-)Buch. Mit ein paar sehr einfachen „Handgriffen“ verwandelt sich ein unscheinbares und leeres Notizbuch in ein super praktisches, individuelles und vor allem funktionales Bullet Journal, das dir höchste Produktivität verspricht.

 

Bisher hatte ich immer das Problem, dass meine Terminplaner und Notizbücher nie zu Ende geführt worden sind. Bis vor kurzem dachte ich, dass meine Undiszipliniertheit der Grund für den Abbruch meiner gefühlten 100 Notizbücher wären. Doch seit der Entdeckung des Bullet Journals wurde ich eines Besseren belehrt - zum Glück, denn ich erinnere mich zurück... An einem kalten Wintermorgen im Jahre 2011 saß ich an der Bushaltestelle Richtung Universität und machte mir wie gewöhnlich Gedanken über das damals noch ach so schöne, melodramatische Leben und da fiel mir doch bei all der Träumerei plötzlich ein – da war doch noch etwas, ja richtig! Die Abgabe meines Essays Ende der Woche! Wie konnte ich das nur vergessen! Panisch griff ich nach meinem damals ach so coolen „Ich bin ja so wichtig“ Pink-Lady-Planer und schlug die Woche nach: Gekritzel von oben bis unten. Pfeile von Montag zu Sonntag (hä?), Sternchen * bei Dienstag, Sternchennotiz* bei Mittwoch, im Notizbereich ein zwinkernder Smiley und daneben der Spruch: „Ordnung ist das halbe Leben!“ What the f*? Just in dem Moment erinnerte ich mich an mein Post-it, das ich doch 3 Wochen vorher auf diese Seite geklebt hatte. Freitag, 28.10: Abgabetermin Essay. Wo zum Teufel war mein neonpinker Klebezettel hin, der eine 100% Klebekraft versprach?

 

Heute, gefühlte 100 Jahre später – DIE Lösung: Bullet Journal!

 

Das Bullet Journal (Kurzform: Bujo) kennt solche Problemchen nicht. Es funktioniert ganz nach eigenen Anweisungen. Ein Kalender hat gewöhnlich immer eine geschlossene Struktur und erlaubt uns Planenden nicht, ganz nach unserem Rhythmus, bzw. gegenwärtigen Wünschen und Bedürfnissen zu planen. Für viele mag gerade die feste Ordnung eines Kalenders ein Vorteil sein, aber eben nicht für Jedermann. Sicher kann man auch neben einem Kalender oder Terminplaner noch zusätzlich ein Bujo besitzen, der quasi all den Rest außerhalb der festen Termine in einem Buch dokumentieren soll. Es muss nicht als Kalenderersatz dienen. Der Vorteil beim Bujo ist die Flexibilität. Wenn sich die Lebenssituation verändert, dann verändert sich das Bujo mit und dabei spielt es keine Rolle ob die Veränderung morgen eintritt, in 3 Monaten oder Anfang des nächsten Jahres. Planen und Neustrukturierung geht mit dem Bujo immer! Normale Kalender schaffen so etwas nicht, denn diese funktionieren nun einmal maschinell, aber eben nicht menschlich. Doch bleiben wir lieber beim Thema und rutschen nicht ins philosophische Geplapper über das Bullet Journaling....

 

 

Bei so viel Freiheit die einem gegeben ist, fühlt man sich am Anfang recht hilflos. Wie führt man denn nun genau so ein Bullet Journal? Wie gesagt, es gibt tausend mögliche Variationen, doch das allerwichtigste ist, dass dir dein Bujo dabei helfen soll, deine Tage, Aufgaben und Termine (und alles andere was dein Leben so betrifft) gut und effizient zu meistern. Dazu benötigt man natürlich eine gewisse Struktur, die auch beim Führen eines Bullet Journals nicht fehlen sollte. Ich werde in den nächsten Beiträgen mehr auf die Struktur des Bullet Journalings eingehen. Doch zuvor empfehle ich euch die Einführung von der offiziellen Bullet Journal Seite anzuschauen, die ich euch hier verlinkt habe.  Es ist sehr hilfreich zu sehen, wie das Grundgerüst des Bujos aufgebaut wird.

 

 

Auf dem Video könnt ihr sehen wie das System tatsächlich funktioniert. Denn bei all den unterschiedlichen Bujo Seiten, die man heutzutage im Internet findet, ist es nicht immer ganz einfach herauszufinden, wie die Ausgangsposition des Agenda Systems ausgesehen hat und welche Intention dahinter steckt. 

 

Ich muss gestehen, dass ich zu derjenigen Sorte von Bullet Journalern gehöre, die es experimentierfreudig und bunt mögen. Da ich auch ein „Doodler“ bin und daher gerne viel „herumkritzle“, komme ich nicht umhin, meine Bujo Seiten mit vielen Extras zu versehen. Allerdings versuche ich viele verschiedene Stile auszuprobieren, so dass es auch einmal vorkommt, dass ein Layout minimalistisch und weniger kunterbunt aussieht. Ich gestalte Seiten, die JEDER praktisch nachahmen kann, ohne tiefe Kenntnisse in diesem Bereich zu besitzen. Manche Seiten mögen etwas kompliziert ausschauen, aber im Endeffekt sind sie einfach zu kreieren. Ich werde euch in Zukunft zeigen, wie das funktioniert. Hier beispielhaft ein paar Seiten aus meinem Bullet Journal:

 




Ich hoffe, dass ich mit meinem ersten Blogeintrag ein wenig Klarheit über das „Bullet Journaling“ schaffen konnte. Da dieses Thema zu den vier Hauptkategorien des Blogs (neben Sketchnotes, Doodles und Handlettering) gehört, werdet ihr natürlich in Zukunft auch noch viele weitere Artikel darüber lesen können! Vielleicht habe ich es aber ja jetzt schon geschafft, den einen oder anderen dazu zu bringen, ein längst vergessenes Notizbuch aus der Schublade heraus zu kramen und es in ein Bullet Journal zu verwandeln!

 


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